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Der Schwertfeger

Über die Kunst des Schleifens

Schwertfeger Gerold
Schwertfeger Gerold

In alter Zeit schliffen die Schmiede die Klingen ihrer Schwerter selbst. Seit dem 12. Jahrhundert finden wir das Handwerk der Schwertfeger.

Die Schleifer saßen oder standen am rundumlaufenden Schleifstein. Kleinere wurden mit einem Fußbrett, größere durch Kurbeln angetrieben. Seit dem 14. Jahrhundert wurden Schleifsteine bis 2 Meter Durchmesser durch Wasserkraft angetrieben.

Messerklingen wurden trocken geschliffen (Rauchschleifen). Beim Schleifen von Schwertklingen gab ein über dem Schleifstein angebrachter Behälter tropfenweise Wasser ab (Nassschleifen).

Schwertfeger (Kupferstich)
Schwertfeger (Kupferstich)

Es war die Arbeit der Schwertfeger, die Oberfläche der bereits geschliffenen Klingen zu glätten. Dazu wurden die Klingen mit Steinen und einem Brei aus Öl und Schmirgel bestrichen und auf rotierenden Holzscheiben blank poliert. Dann wurden Sie auf die Griffe montiert.

Zu den Erzeugnissen der Schleifer gehörten Messer und Scheren für Bader und Barbiere, Sattler, Schneider und Schuster, Richtschwerter für Scharfrichter, Hirschfänger, Stoßlanzen und Waidblätter für Jäger, Degen, Dolche, Säbel und Reitschwerter für Soldaten und einzelne Prunkwaffen für reiche Adelige und Fürsten.

Scherenschleifer zogen ihren Handkarren mit dem Tretschleifstein in regelmäßigen Abständen über Land, um Messer und Scheren ihrer Kunden zu schleifen. Das ist vielfach in ländlichen Gegenden auch heute noch üblich. Nur sind mittlerweile Kleintransporter und motorgetriebene Schleifsteine im Gebrauch.

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